Donnerstag, 9. Februar 2012

#16 "Im Endeffekt der perfekte Fehler zur falschen Zeit" ( Casper - 230409 )

Alles in mir dreht sich.
Zwar wusste ich, dass mein bester Freund mit meinem ehemaligem Klassen und mittlerweile Philosophie EA-Lehrer sprechen wollte, um sich Ratschläge zu holen, wie er doch mit mir besser umgehen könnte, doch dachte ich nicht, dass dieses irgendwelche Konsequenzen bzw. Folgen für mich haben würde.
Zur Info, dieser Lehrer war damals eine meiner einzigsten Vertrauenspersonen, ihm habe ich mich anvertraut so ca. vor 2 Jahren, als es anfing mir wirklich miserabel zu gehen.
Er kam damals auf mich zu und war so nett mir helfen zu wollen, damit ich es schaffe mit meinen Problemen klarzukommen.
Ich hatte regelmäßig Gespräche mit ihm über meine Gefühle, meine Familiensituation, das Ritzen, das Abnehmen usw. .
Er war immer für mich da.
Doch irgendwie fing ich an rumzubocken, da es soweit ging, dass meine Mutter alles erfuhr.
Anfangs war ich deswegen sauer, doch auch das legte sich.
Nun ja, das Ganze ging weiter, es wurde sogar überlegt zum Jugendamt zu gehen, wegen Betreutem Wohnen, damit ich von zu Hause wegkomme.
Aber auch die Option, dass ich mal einen Psychologen besuche, wurde öfters thematisiert.
Um mich aber zu behaupten, unabhängiger zu sein und meiner Naivität, dass ich doch alles alleine schaffen könnte, zu frönen brach ich diese Gespräche ab.
Mein Lehrer war enttäuscht, verstand dies nicht, wodurch es zu einigen Missverständnissen und Problemen kam, die aber seit Anfang dieses Schuljahres nicht mehr auftraten.
So, das war so die grobe Kursfassung.
Jedenfalls hatte mein bester Freund, gleichzeitig auch noch Ex, ihn nun am Mittwoch zu einem Gespräch gebeten, da er von fast allem wusste, und dieser Lehrer gleichzeitig auch noch sein Tutor ist, er sich aber auch super mit ihm versteht.
Gesagt getan.
Klar erfuhr ich hinterher alles, worüber die Beiden gesprochen hatten, doch wirklich dachte ich mit nichts dabei.
Einzige neue Erkenntnis, die Tür zur Hilfe hatte mein ehemaliger Stützpunkt nie geschlossen, was ich aber annahm, da ich ja auch echt scheiße zu ihm war.
Gut, mir war aber klar, dass ich meinen Stolz eh nicht überwinden könne, und somit keineswegs erneut die Hilfe meines Lehrer in Anspruch nehmen würde.
Schließlich bin ich ja auch ein starkes Mädchen, dass alleine zurecht kommt.
Heute hatte ich dann beim besagten Lehrer Philosophie.
Auf Grund meiner einen Stunde Schlaf, die ich nur bekommen hatte, und der insgesamten Verschlechterung meines Befindens, hing ich nur in den Seilen und zeigte nicht meine übliche Leistung.
Aber was solls, ich dachte mir nichts bei.
Dann aber, am Ende der Stunde bat mir besagter Lehrer kurz um meine Zeit.
Er erzählte mir, dass er bemerkt hätte, dass es mir wieder schlechter ginge und sagtw auch, dass er mir immer noch gerne helfen wollen würde.
Fazit, ich bekam intellektuellen Lesestoff (Philosophiebücher) und er will sich jetzt wegen einem Psychologen informieren.
Ok, ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll.
Pure Verwirrtheit, Verzweiflung und Angst.
Möchte ich denn überhaupt, dass sich etwas ändert?
Ich weiß einfach nichts momentan...
Zeit, Zeit zum Nachdenken und mir klar darüber werden, was in Zukunft passieren soll.
Vielleicht ist das, das Wichtigste.
Und auch Fragen, ob zB. so eine Therapie wirklich was ändern würde, ob ich wirklich zu Hause raus sollte, und ob ich die Schule nicht doch abbrechen muss, weil mir das einfach alles zu viel wird, spielen eine wichtige Rolle.
Jedenfalls denke ich dies.
(Tut mir leid für meinen konfusen und schlechteren Schreibstil als sonst, aber ich bin einfach zu emotional geladen um meine Gedanken besser ordnen zu können. 
Ich hoffe ihr versteht das )

Kommentare:

  1. gott, ich bin verliebt in deinen blog!
    sofort bin ich neue leserin geworden*-*
    wow..

    allerliebste grüße:*

    http://sosoperfekt.blogspot.com/

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  2. heii ich mag deinen blog, vielleicht können wir uns gegenseitig folgen ;*

    das is meiner:
    http://allmythoughtsinmyhead.blogspot.com/

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  3. hey, süße
    ist doch nicht schlimm, wirklich. ich versteh das.
    mach dir keine vorwürfe. außerdem bin ich ja noch da. nicht glücklich oder sonst irgendwas derartiges, aber ich lebe noch.
    ich denke nicht, dass es dir egal ist. wirklich, ich bin nicht sauer <3
    außerdem hattest du ja selber augenscheinlich auch genug um die ohren!
    danke:*

    nee, sweet, du kannst mir nicht helfen, wirklich. es ist einfach alles in der letzten zeit. das komplette leben überfordert mich einfach... ich habe es endlich geschafft, mich auf 59 runter zu kämpfen und bin auf einmal wieder bei 62, ich bin ständig nur noch genervt von meinen freunden und will mich nicht mehr verstellen vor ihnen. ich bin am überlegen, ob ich zum therapeuten gehen soll, aber irgendwie will ich das dann doch nicht. ich will, dass sich was ändert und will gleichzeitig, dass alles so bleibt wie es jetzt ist. nur dünner.. ich liege gerade krank im bett und alles ist nur noch scheiße.

    man liest es auf so gut wie jedem blog: die waage ist unser bester freund und unser größter feind. und es stimmt doch auch. je weiter man seinem idealgewicht entfernt ist, desto schlimmer gehtseinem.
    auf der einen seite sind wir ja selbst schuld, wenn wir uns solche ideale setzten. aber es ist doch so: wnen sie einmal gesetzt sind, dann kann man sie nicht mehr umpolen. dann bleiben die so, wie sie sind. ich gkönnte jetzt nicht sagen: ich bin zufreiden, wenn ich 60 wiege. das stimmt einfach nicht.
    ist echt so! sobald man vom "normalen" etwas abweicht, ist man krank. ich hasse das. diese ganze spießergesellschaft. die haben doch alle keine ahnung, wie das leben wirklich aussieht. man kanndie welt nicht in normen eingrenzen. das geht einfach nicht!
    dasleben ist ein einziger zwang. man MUSS essen und man MUSS trinken und man MUSS atmen und man MUSS sich bewegen und man MUSS zur schule und man MUSS immer gut drauf sein und man MUSS zu allem, was ältere sagen, ja und amen sagen und und und
    siehst du, da liegt es nicht fern, einfach für einen moment ufgeben zu wollen...
    wenn man den käfig weg lassen könnte, dann könnte man das, was zumindest ich immer schon wollte: fliegen, einfach die flügel ausbreiten und weg. der käfig= entweder die gesellschaft oder das leben. sucht es euch aus :/
    ich weiß nicht, ob ich das vermissen würde. ich stelle mir den tod so vor, dass man in einem einzigen langen traum landet: für mich ganz viel waldund natur und so. dann hätte ich alles da, was ich bräuchte.
    ja, da hast du recht. die klinge ist wie eine nagelfeile, mit der wir versuchen, den käfig kaputt zu machen..

    erzähl, wie gehts dir jetzt? wirst du zum therapeuten gehen? ich hab meiner besten freundin versprochen, darüber nachzudenken. in zwei wochen muss ich es wissen... ich weiß nicht...

    und ich bin wirklich nicht sauer!!<3

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  4. jaja,Du hast recht.das ist ja doch bisschen doof,aber muss nun erstmal sparen um mir ein neues zu holen! :o
    ja hm,aber verliebt sein ist ja nur was schönes wenn man auch von jemand anderen geliebt wird.

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  5. Mir gefällt dein Blog echt super gut!
    xoxo,
    http://Becca-an.blogspot.com

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